Eintrag 67

Wir haben geöffnet

Vor drei Wochen erhielt ich höchst bemerkenswerte Fanpost, in der unter anderem folgender Satz stand: „Dein bLog ist mir ganz schön sympathisch – aber was offenes Lieben angeht bist Du mir auch ziemlich weit voraus.“
Schon gleich beim Lesen gab es einen Teil von mir, der recht grimmig dachte „Ich glaube, wenn Du Dich mit mir unterhalten würdest, müßtest Du sehr schnell bemerken, wie wenig ‚offen‘ ich eigentlich bin…“.

»Offen«»Geschlossen«…, in der Tat begegnet man diesen beiden Qualifizierungen auf dem Kontinent non-monogamer Beziehungen sehr häufig. Im Kern finde ich beide Beschreibungen zur Verständigung miteinander recht nutzlos, so wie z.B. auch das verbreitete Szenewort »Sexpositivität«. Ausgerechnet nämlich in einer Lebenswelt, die für sich selbst Pluralismus, Toleranz und Heterogenität in Anspruch nimmt, halte ich solche rein dualistischen Formulierungen für hochproblematisch.
Dualistisch? Hochproblematisch? Was ich damit meine?
Daß schon die Formulierungen in sich lediglich ein entweder/oder enthalten – und damit sofort immer eine ausschließende Qualität besitzen. Denn du kannst entweder »offen/geöffnet« lieben oder…, ja, ODER – und das impliziert die so unausweichliche Alternative bei rein dualen Formulierungen – du liebst »geschlossen«. Entweder bist du »sexpositiv« oder…, ja, ODER du bist eben »sexnegativ«.
Offen und positiv, das kommt dabei ja sofort stets mit so einem netten Nimbus von Buntheit, Frohsinn, Lebensbejahung und Alternativität daher; geschlossen und negativ hingegen ist pfui-bäh, trägt den Makel von Kleinmütigkeit, Besitzergreifung , Abhängigkeit und Spießertum.
Hach, dualistische Formulierungen sind daher schon etwas Tolles, vereinfachen wunderbar die Welt, denn sein kannst du eben nur das eine ODER das andere – und wenn du das eine NICHT bist, tja, Freund*in, dann bist du wohl leiderleider nach den Regeln der Logik das andere…
Im Endeffekt: Neue Kategorienbildung und Ausschließlichkeit statt Integration und Ganzheit – und durch das Verhindern von Raum für Schattierungen, Nuancen und Graustufen schon in der Wahl der Formulierungen auch irgendwie nicht wirklich queer – und oligoamor…?

Als Autor dieses bLogs glaube ich zunächst einmal, daß die »offen/geschlossen«-Debatte da draußen bei den meisten Liebenden für mehr Verwirrung als für hilfreiche selbstfinderische Klarheit sorgt. Ich bin mir z.B. relativ sicher, daß mein oben erwähnter Fan sich eigentlich auf meine „offene bzw. geöffnete Beziehung“ bezogen hatte, die ich hier ja gelegentlich erwähne. Zum „offen Lieben“ habe ich indessen noch niemals einen Eintrag verfaßt – aus gutem Grund, da ich persönlich mit der expliziten Kombination gerade dieser beiden Wörter so überhaupt nichts anfangen kann.
Denn »Liebe« ist für mich von ihrer Qualität her gewissermaßen eine Art „Energie“ zwischen Lebewesen. Damit „IST“ Liebe für mich auch – wie manche buddhistisch angehauchte, esoterische ober Hippie-Kreise es gerne formulieren, ebenfalls häufig die Szene der „frei Liebenden“ (oder Nena): Sie stellt durchaus einen Wert an sich dar, existiert möglicherweise aus sich selbst heraus, vielleicht auch gespeist aus einer spirituellen oder kosmischen Quelle. In dem Sinne würde ich sogar ebenfalls zustimmen, daß Liebe als eine Art alles umgebende (oder auch durchdringende) Matrix angesehen werden kann, die zwischen sämtlichen Dingen existiert und in der alles andere enthalten ist. Aber!
Gewiss kann ich somit eventuell Kontakt zu dieser allumfassenden Liebe bekommen, könnte mich auch als Teil von ihr und in diese eingebettet wahrnehmen…
Wenn jedoch »Liebe« genau diese Charakteristik hat, über den auch andere natürliche Energiequellen und -speicher verfügen (wie z.B. Luft- und Wassermassen, aber auch Ladung von atomaren Teilchen, Quanten und Photonen), dann ergibt sich für mich immer erst dann ein irgendwie gearteter Zusammenhang, wenn solche Energien zu fließen beginnen, sich auf ein Ziel ausrichten, ein Spannungsfeld entsteht.
Wenn ich demgemäß über mich sagen würde, daß ich „offen liebe“, dann wäre das für mich in etwa so als ob ich sagen würde „Ich habe Wasser/Strom/Musik/etc.“. Damit hätte ich also maximal über mich selbst eine Aussage getroffen, daß ich offenbar Zugang zu der entsprechenden Energie hätte, vielleicht auch selbst damit versorgt wäre – aber ich hätte weder einen Garten bewässert noch eine*n Durstige*n erquickt, hätte kein Dunkel erleuchtet, keinen Akku geladen, keine Saite angeschlagen und noch niemanden tanzen lassen.
»Liebe« hat für mich – spätestens zwischenmenschlich (oder genauer: zwischen Lebewesen insgesamt) – immer eine „Gerichtetheit“, eine Richtung – und damit auch fast immer sofort einen Aspekt: Eine Färbung, einen Anlaß, einen Bezug, einen Sinn, eine Information – und gewinnt dadurch natürlich auch sofort immer eine Wechselwirkung und eine eigene Dimension.
Denn zwischen der „Energie“ und meiner (erzielten) Wirkung befinde ja noch ich mich – und ich entscheide – um bei den obigen Bildern zu bleiben – darüber, ob ich die Energie durch eine breite Düse, einen Brausekopf, eine Linse, feinen Draht, eine Klaviatur oder durch einen Gong weitergebe.
Im Idealfall erhält die Liebe also exakt durch unsere jeweilige Individualität ihre Kohärenz (ihren Zusammenhang, ihren Sinn-Zusammenhang) – und wunderbarerweise kann diese Kohärenz, die ich ja in der Oligoamory so häufig betone, sich dadurch ganz und gar verschieden darstellen.
„Offen“ ist das nach meinem Empfinden aber just gerade nicht – und „offen lieben“ wäre in dieser Hinsicht für mich dann noch in etwa so sinnvoll, wie ein Faß Kerosin in Brand zu setzen oder einen Wassertank zum Platzen zu bringen: auch eine Form von Energiefreigabe – aber im Prinzip ziellos, unverbindlich und fern jedweder Nachhaltigkeit.
Wenn wir uns also nicht gerade in jenem wohligen Gefühl, von universeller Liebe allgegenwärtig umgeben zu sein, aalen (und das ist eher etwas, was wir jede*r in unserem Kernselbst weitestgehend individuell erfahren), dann lieben wir gewissermaßen immer auf die ein oder andere Weise „geschlossen“ – „geschlossen“ im positiven Sinne von „kongruent“ (innere Übereinstimmung) und vielleicht sogar „Kontinuität“ (Zielbewußtheit). Und das ist etwas sehr Gutes, weil wir mit dieser Art „gerichteter Energie“ zweierlei erleben können: Zum einen verantwortliche Selbst- und Fremdfürsorge, weil wir uns in dem Nachhaltigkeitsdreieck aus Beständigkeit, Geeignetheit und Angemessenheit (siehe Ende Artikel 3) bewegen. Zum anderen – und weil das Vorherige evtl. etwas zu langweilig klingt – können wir dadurch jenen höchstgeschätzen Zustand erreichen, der da allgemein als „Flow“ bezeichnet wird: Das Empfinden, ganz zu sein; das als beglückend erlebte Gefühl eines Zustandes völliger Vertiefung. Na: Das hört sich doch schon eher nach Liebe an – oder?

Vielleicht gibt es diesen gegenwärtigen „Horror angustatis“ (lat.: Abscheu vor Geschlossenheit) aber auch erst seit dem Aufkommen moderner Computernetzwerke, bei denen „Offenheit“ für Flexibilität, Zugänglichkeit und Universalität steht, „Geschlossenheit“ hingegen den Charme von Protektionismus, Geheimniskrämerei und alten IBM-Flansch-Steckern hat.
Wobei doch jeder von uns spätestens seit dem ersten Tron-Film im Jahr 1982 weiß, daß Energie immer von Bewegung, Dynamik UND Zielgerichtetheit lebt 😉

Ein klein wenig glaube ich allerdings, daß unser westliches Denken über Beziehungen und ihre Offenheit/Geschlossenheit doch überraschend stark vorwiegend noch durch ein gewisses antikes Erbe geprägt ist. Und im Detail meine ich damit maßgeblich die fast zweieinhalbtausend Jahre alte Erzählung des griechischen Philosophen Platons über die sg. Kugelmenschen.
Ich finde, grundsätzlich ist die dahintersteckende Idee doch auch zu schön: Zürnende Götter reißen als Strafe glücklich und vollständig dahinlebende Kugelwesen in zwei Hälften, wodurch wir Menschen sowohl in unserer Geschlechtlichkeit wie auch in unserem Sehnen und unserer fortan immerwährenden Bedürftigkeit erschaffen werden.
Dabei war Herr Platon seinerzeit sogar noch geradezu aufgeklärt: So ließ er die Götter weibliche, männliche und zweigeschlechtliche Kugelmenschen zerreißen – wodurch lesbische, schwule und heterosexuelle „Hälften“ entstanden, die in den kommenden Äonen dann fortan verzweifelt auf der Suche nach einander und Wiedervervollständigung sein würden.

Antiker Käse, Mottenkiste, Schnee von vorgestern?
Wohl kaum: Durchsucht das Internet mal nach den Stichworten »Dualseele«, »Seelenpartner*in« oder »Twinflame« (Zwillingsflamme). Da haben wir sie, die „bessere Hälfte“, der/die/das „Andere“, was dich erst „ganz“ machen wird.
Tief eingegraben in unsere westliche Zivilisation, älter noch als das Christentum, gab und gibt es nach wie vor den Glauben, daß „da draußen“ irgendwo unsere Ergänzung existieren müsste, das fehlende Teil zu unserem Lebenspuzzle, mithin die Antwort auf unsere Fragen an das Dasein, Stillung unsere sublim verspürten – aber unerfüllten – Sehnsüchte und Bedürfnisse und unseres Wunsches nach Vollständigkeit und Ganzheit.
Abgesehen davon, daß mit diesem Gleichnis auch das verhängnisvolle Fundament für unser mononormatives „nur-EIN-Deckel-für-nur-EINEN-Topf“-Modell angelegt war, hat es selbstverständlich auch jede Menge Schaden hinsichtlich der Ansprüchlichkeit an unsere potentiellen Partner*innen verursacht: Denn jede Person, die uns fürderhin nicht zu 100% ergänzen – also quasi „heilen“ würde – könnte dann wohl auch schlecht unsere tatsächliche „fehlende Hälfte“ sein. Wir hätten uns also geirrt und müßten uns, parallel oder seriell (je nach Veranlagung oder gewählter Strategie), wieder auf die Suche machen. Ewig, erneut, von Göttern und Schicksal verflucht…

Das Wörtchen „anti-oligoamor“ habe ich auf diesem bLog erst zweimal benutzt – aber obiges Narrativ erfüllt diesen Tatbestand in jedem Fall.
Denn das Schlimme ist doch, daß diese alte Geschichte „über Eck“ auch wieder die Art und Weise beeinflußt hat, wie wir oft über uns selbst denken: Als irgendwie unvollständig, bloß halb-irgendwas. Wodurch Ganzheit und Heilsein nicht nur höchst schwierig wären, sondern für uns selbst völlig unerreichbar – und falls doch, dann nur durch äußere Mitwirkung, die jenseits unserer eigenen Verfügungsmöglichkeit läge.
Und noch schlimmer: Gemäß der Legende werden wir auf diese Weise sowohl von unserem sozialen als auch von unserem biologischen Geschlecht her – und auch was unsere Sehnsüchte und Bedürfnisse angeht – gewissermaßen „im Minus“ geboren. Und selbst wenn wir das höchst unwahrscheinliche Glück der Auffindung unserer „anderen Hälfte“ bewerkstelligen sollten, dann würden wir dadurch gerade mal unseren „Ursprungszustand“, also gewissermaßen als Vollendung und Maximum bestenfalls „Stand 0“, erreichen können.

Und das ist nicht das Menschenbild, für das ich mit der Oligoamory eintrete.
Wer sich wacker durch viele Einträge meines bLogs gelesen hat weiß, daß ich ein großer Fürsprecher unserer persönlichen Ganzheit und individuellen Ganzwerdung bin. Wir sind keine „halben Sachen“ – im Gegenteil, wir sind bereits vollständig und gerade dadurch können wir in unseren Liebesbeziehungen diesen fantastischen Daseinsmodus erreichen, uns als „mehr als die Summe unserer Teile“ zu erleben.
Was mich sogleich wieder an die „Kugelmenschen“ erinnert, die in dieser Art – selbst wenn sie sich wieder zusammenfänden – quasi niemals über sich selbst hinauswachsen könnten (oder wollten?), weil sie mit dem Auffinden ihrer Zwillingsnatur buchstäblich ihr Streben „abgeschlossen“ hätten.
Rührt hierher vielleicht auch ein rebellisches und widerständiges Element mancher Teile der non-monogamen Szene gegen allerlei Formen beziehungstechnischer „Geschlossenheit“ her, wie z.B. gegen die oft geschmähte „RZB“ („Romantische Zweierbeziehung“ als Kampfbegriff der Beziehungsanarchie) oder gegen teilweise mit Argwohn beäugte polyfidele¹ Arrangements? Nicht selten werden deren Beteiligte als „vernagelt“, „unvisionär“ oder gar als „zurückentwickelt“ bezeichnet – ohne daß die Ankläger*innen bemerken, daß sie genau dadurch in die eingangs erwähnte „entweder/oder-Falle“ tappen…

Möglicherweise wollte der alte Platon aber auf etwas ganz anderes hinaus. Moderne psychologische und philosophische Betrachtungen² seiner Geschichte legen nahe, daß der weise Grieche schon zu seiner Zeit auf eine von ihm wahrgenommene, zunehmende Aufspaltung der menschlichen Psyche hinweisen wollte. Damit wäre Platons Geschichte das erste Zeugnis darüber, daß nahezu alle Menschen schon seit langer Zeit unter einer „Realität der Trennung/Aufspaltung“ leiden würden, und sich insgeheim einen Weg zurück in ihr persönliches „Kontinuum“ (siehe Eintrag 26) wünschen. Platon hätte seine etwas seltsame Parabel also als einen dringlichen Appell an unsere Selbstliebe verfaßt – und das empfinde ich beim darüber Nachdenken als eine spannende Idee: Platon „verpackte“ seine Geschichte nämlich ausgerechnet in einen literarischen Dialog, in dem es um „Eros“ (ja, wie in „Erotik“) ging. Eros verstanden die Zeitgenossen Platons aber nicht wie wir heute nur als bloße Form sexuellen Begehrens, sondern gewissermaßen als eine dem Kosmos zugrunde liegende, alles durchströmende und zusammenhaltende Kraft³.

Womit sich für mich der Kreis schließt. In meiner Lehrzeit stand auf den 50kg-Portland-Zement Säcken jedes Mal der schöne Spruch „Es kommt drauf an, was sie daraus machen“.
Genau das gilt für mich hinsichtlich meines Verständnisses von Liebe: Offen, also „ungebunden“ ist Liebe sicher erst einmal reichlich da – aber in dieser Beschaffenheit ist sie weitestgehend formlos und noch ohne Gestalt. Wir Menschen als Schöpfer*innen unserer täglichen Realität können allerdings auf ihr gewaltiges Potential zugreifen, geben ihr durch unser Wirken Richtung und Ziel, bringen die Dinge in Bewegung.
Dabei sind wir aber nicht wie eine Einsatzkraft der Feuerwehr, die lediglich den richtigen Schlauch und die passende Düse für die resultierende Strahlgröße ausgewählt hat, sondern wir selbst sind die Leitung und wir selbst sind auch das Ventil für diese großartige Manifestation, die sich »Liebe« nennt.
Vermutlich wollte Platon also sagen: Sorge zuerst dafür, daß Du heil wirst, damit Du nicht ein zerbrochenes Gefäß bist, welche die Kraft, die Du da empfängst, nicht (aus)halten kannst; sorge dafür, daß Dein Ventil nicht verstopft oder gerissen ist, damit Du auch die Wirkung genau so erzielen kannst, wie Du es beabsichtigt hast.

Und so ist es für mich in der Oligoamory wieder stimmig, daß wir Liebende zugleich dann immer auch fremdverantwortlich handeln, wenn wir zuallererst gute Selbstverantwortung aufwenden. Ob wir unsere Beziehungsmodelle dann „offen“ oder „geschlossen“ wählen, ist dann lediglich noch eine Frage der persönlichen Neigung.
Aber offen oder geschlossen lieben? Beides hört sich für mich regelmäßig irgendwie widerspüchlich an – und darum überlasse ich das Schlußwort lieber dem österreichischen Schriftsteller Ernst Ferstl, dem es gelungen ist, diese Gegensätzlichkeit in einem wunderschönen Sprichwort nebeneinander stehen zu lassen:
„Menschen ins Herz zu schließen heißt, immer offen für sie zu sein.“

¹ Polyfidelity: Form der [polyamoren] Nicht-Monogamie in der alle Mitglieder als gleichberechtigte Partner angesehen werden und sich darauf einigen, sexuelle oder romantische Aktivitäten nur auf andere Mitglieder der eigenen Gruppe zu beschränken.
Definition (nur Englisch): https://lgbta.wikia.org/wiki/Polyfidelity

² U.a. die Philosophin Simone Weil, die sich in ihrer 1951 erschienenen Schrift Intuitions pré-chrétiennes mit dem Kugelmenschen-Mythos befasste. Sie meinte, das Unglück der Menschheit liege „im Zustand der Dualität“, der Trennung von Subjekt und Objekt, und deutete die Teilung der Kugelmenschen als „sichtbares Bild für diesen Dualitätszustand, der unser wesentlicher Mangel ist“.

³ Der Philosoph Empedokles († um 435 v. Chr.) setzte sich z.B. mit der Frage nach den Umständen der Weltentstehung auseinander. Er ging von einem ewigen Kreislauf aus, der von zwei einander entgegenwirkenden bewegenden Kräfte angetrieben wird, einer anziehenden und vereinigenden und einer abstoßenden und trennenden. Sie streben unablässig danach, einander zu verdrängen. Aus ihrem endlosen wechselhaften Kampf resultieren alle Vorgänge im Universum einschließlich der menschlichen Schicksale. Die vereinigende Kraft nannte Empedokles „Liebe“, die trennende „Streit“.
Auch Platon mit seiner berühmten „Platonischen Liebe“ wollte darauf hinaus, daß ein*e „wahrhaft Liebende*r“ (die*der natürlich zugleich auch Philosoph*in wäre!) über ursprünglich erotisches Begehren zu immer höheren Formen der Liebe bis hin zu „kosmischer Liebe“ gelangen würde.

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