Eintrag 120

Sturm aus der Tiefe

Es ist Dezember geworden – und vermutlich sollte ich nun über etwas Harmonisches bLoggen, stille Schneelandschaften, Stunden am Kamin und Glöckchenklänge.
Doch die Welt ist just nicht sonderlich harmonisch, so scheint mir – und vor allem: Sie bleibt auch zum Ende eines Jahres ja dann doch nicht stehen, sondern rotiert munter weiter direkt in die nächste Runde, was da auch kommen mag.

So ist es auch mit der Polyamorie, die sich fortwährend weiterentwickelt und differenziert; manchmal in nicht so ersprießliche Richtungen, die selbst mich zu deutlicherer Standpunktbehauptung herausfordern, wie im vorletzten Eintrag geschehen – aber manchmal gibt es auch eine bemerkenswerte Synthese an Erkenntnissen – gewonnen an verschiedenen Orten – die zu mehr Weitsicht im kunterbunten Universum der Mehrfachbeziehungen verhelfen.

Solch ein Ereignis der letzteren Art ist in der Weise eingetreten, daß ich mein bLogbuch, welches ich hier seit bald sieben Jahren getreulich führe, aktualisieren möchte – Euch da draußen zur Unterstützung und für noch bessere Gespräche miteinander.

Einer der Dauerbrenner im Kontext der Polyamorie ist sicherlich das Thema „Eifersucht“; ob es diese in polyamoren Kontexten überhaupt geben dürfe, wie – falls doch – damit umzugehen sei, und wie davon betroffene Hilfe finden könnten…etc. pp.
Und weil es eben doch ein Dauerbrenner ist, habe auch ich bereits auf diesem bLog zwei Einträge dazu verfaßt, einmal zur Eifersucht selbst – und einmal zum Thema Neid, um bestimmte Gefühle von Zurücksetzung und Konkurrenz besser von der „klassischen Eifersucht“ zu differenzieren.

Und dann ist da die berühmt-berüchtigte „Bindungstheorie“ nach J. Bowlby und M. Ainsworth, die spätestens seit dem Erscheinen von Jessica Ferns Buch „Polysecure – Bindung, Trauma und konsensuelle Nicht-Monogamie“ im September 2022¹ noch einmal erheblichen Einfluß auf die Betrachtungsweise von (romantischen) Verbindungen in Mehrfachbeziehungen genommen hat. Was ein relevanter und notwendiger Schritt war, denn „gegrummelt“ hatte es im (Mehrfach)Beziehungshintergrund dazu bereits ohnehin seit langer Zeit – so daß selbst auf meinem bLog die Bowlbyschen Ideen bereits im Juni 2019 in Eintrag 14 rund um die Qualitätsmerkmale verbindlicher Liebesbeziehungen Erwähnung gefunden hatten.

Um diese Ideen an einem Ort zusammenzutragen, verfaßte ich in diesem Jahr im April den etwas ausufernden Eintrag 112, in dem ich, so kurz und komplett es mir erlaubt war, noch einmal schnell die Hauptlinie der Bindungstheorie darlegte – was auch Jessica Fern in ihrem Buch ebenso getan hatte.
Und in diesem Eintrag möchte ich darauf verweisen – was Euch als Lesere*innen schlimmstenfalls zu etwas hin- und hergelinke bewegen sollte – aber zumindest davor bewahren, daß ich es hier noch einmal in der dortigen Tiefe ausbreite.

Nähern wir uns also der Synthese:
In meinem Eifersuchts-Eintrag 36 benutze ich in Übereinstimung mit der Schweizer Psychologin Verena Kast auf meinem bLog erstmals das Wort „Ressentiment“ (von französisch re-sentir „erneut fühlen“) als „das wiederholte Durch- und Nacherleben bestimmter Beziehungserfahrungen“, zu denen Frau Kast ergänzt: „Die Ohnmacht des Handelns, die zu einer Entwicklung des Ressentiments geführt hat, wird deutlich sichtbar. Die Menschen fühlen sich ausgeliefert, gefangen, wehrlos.“

In der Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth postulieren diese beiden Forscher*innen wiederum, daß jene von Frau Kast zitierten „Beziehungserfahrungen“ allerdings bereits zu einem äußerst frühen Zeitpunkt gemacht (und abgespeichert!) werden, und zwar mit den Anfängen unserer Kindheit in Hinsicht auf unsere dortigen allernächsten Bezugspersonen. Bowlby und Ainsworth konnten über ihre 4-Faktoren Matrix der Bindungsstile (siehe Eintrag 112 oder „Polysecure“ oder Wikipedia – HIER) nachweisen, daß aufgrund dessen vermutlich nur wenige Erwachsene über eine optimale sg. „sichere Bindung“ verfügen, sondern viele von uns vermutlich mit „vermeidenden“, „unsicher-ambivalenten“ oder geradewegs „desorganisierten“ Bindungsstilen durch den Alltag und unser Beziehungsleben gehen.

In Übereinstimmung von Bowlby/Ainsworth mit Jessica Fern – was bedeutet das gleich nochmal?
Nichts Geringeres, als daß wir in uns frühkindliche Erfahrungen tragen, gemäß denen unsere einstigen Bezugspersonen in einem für uns überlebensnotwendigen Moment entweder abweisend/distanziert gehandelt haben (in dem sie z.B. physisch schlicht nicht da waren oder einen Umstand heruntergespielt haben [„Bleib ruhig, ist nicht so schlimm…“], sie lediglich ambivalent und daher unberechenbar mal mit Lob, mal mit Tadel oder „Bedingungen“ ihre Zuwendung zur Verfügung stellten (oft: Anspüche an Äußerlichkeiten, Verhalten, Leistung) oder uns sogar aus ihrer (Macht)Position als (Liebes)Zuwendungsquelle über die Grenze kindlichen Ertragens hinaus haben traumatisches Leid zuteil werden lassen.

Gemäß weiterer Untersuchungen durch den Psychologen und Psychoanalytiker John Bowlby tragen wir die Auswirkungen der oben aufgeführten Bindungserfahrungen – einschließlich ihrer möglichen Verletzungen und Einschränkungen (aufgeführt im zweiten Teil meines Eintrags 112 oder auch in „Polysecure“) – schließlich in unser Erwachsenenalter, wenn wir dort irgendwann selbst auf die Suche nach einer (odere mehreren) „Bezugsperson(en)“ gehen, mit denen wir unser Leben teilen wollen. Die deutsche Wikipedia ist bei ihrer Definition von „Bezugsperson“ recht knapp: »Eine Bezugsperson ist die Person, zu der ein anderer Mensch eine besondere persönliche Beziehung hat. Vertrauen, Identifikation, Liebe und Zuwendung prägen eine solche Beziehung. Auch Körperkontakt, wie z.B. Streicheln oder Kuscheln, kann dazu gehören.« Doch selbst der Personenkreis, mit dem man innerhalb eines monogamen Modells diese Voraussetzungen teilen würde, wäre sicher eher knapp bemessen.

Für die Polyamorie ist es daher wiederum Frau Fern, welche dort die maßgebliche Bedeutung des Themas der „Bezugsperson“ erkannt hat. Den dritten Hauptteil ihres Buches leitet sie in Kapitel 7 mit folgender wichtigen Differenzierung ein:
»Bis zu diesem Punkt habe ich überwiegend den Oberbegriff „Nicht-Monogamie” verwendet, wenn ich über Menschen mit mehreren Partnern gesprochen habe, aber wie wir in Kapitel Vier gesehen haben, können Menschen, die nicht monogam sind, sehr unterschiedliche Arten haben, wie sie das Leben mit mehreren Partnern gestalten. Im weiteren Verlauf der Diskussion darüber, wie man polysecure [also in sicherer (Ver)Bindung mit mehreren Partner*innen] sein kann, spreche ich speziell über Menschen, die Polyamorie leben. Polyamorie wird gemeinhin als die Lebensweise definiert, in der romantische Liebesbeziehungen zu mehr als einer Person geführt werden, und wir können hinzufügen, dass es sich dabei auch um eine Form der Nicht-Monogamie handelt, in der Menschen mehrere romantische Bezugspersonen haben.«

Einigen meiner eifrigeren Leser*innen mag nun bereits die Bedeutung dämmern, welche die Anwendung der Bowlbyschen Bindungstheorie auf das multiple Bezugspersonenmodell der Polyamorie dadurch hat.

Spielen wir es in Beziehungssituationen also durch:
– wenn sich mein Lieblingsmensch einer weiteren Person zuwendet
– wenn eine weiter Person zu einer Gruppe bereits verbundener Menschen (und „Gruppe“ können auch zwei sein) hinzukommt.

Plötzlich springen sie da mit unbegreiflicher Intensität hervor – die eingangs erwähnten „Ressentiments“: Überwältigende Gefühle (und bitte denkt dran: ich verwende auf diesem bLog „Gefühl“ als Kombination aus „auslösender Emotionsreiz“ plus „Bewertung im Gehirn“) von Verunsicherung, Wut, Trauer oder Angst. Erschütternde Impulse, die sich als Zurückgesetztheit, Mißgunst, Kränkung, Minderwertigkeits- oder auch Verlustempfindungen äußern kann. Sogar bis hin zu körperlichen (Stress)Reaktionen, einschließlich des Empfindens von physischem Schmerz. Die einen könnten ein Loch in die Wand schlagen, manche davonlaufen – wohingegen andere sich wimmernd unter der Bettdecke verstecken wollen…

Kommt Euch etwas bekannt vor?
Genau! Es sind die von Bowlby und Ainsworth beschriebenen (kindlichen) Auswirkungen auf nicht verläßlich handelnde Bezugspersonen.²
Obwohl wir also vielleicht in einem Beziehungsnetzwerk (und auch das können bloß zwei Personen sein) eventuell konsensuell ethische Nicht-Monogamie ganz bewußt vereinbart haben, kann unser somatisches System beim Eintreten eines weiteren „Beziehungsfalles“ unbewußt auf Rotalarm höchster Stufe schalten: DAS ist ja genau wie damals, als unsere Bezugspersonen a)nicht für uns da waren, sie b)inkohärent/unberechenbar gehandelt haben, c)wir durch sie, obwohl Quelle unserer Liebe, Leid erfahren haben!
Und in seiner beschädigten Logik hat dieses System ja sogar Recht: Zwar sind wir heute erwachsen, aber möglicherweise erleben wir eben ganz buchstäblich, daß sich unser Lieblingsmensch jemand anderem zuwendet, bisher gelebte Routinen aufgebrochen werden und wir vielleicht temporär schmerzhaft mit weniger 1:1-Liebe auskommen müssen, als zuvor.

Einschub (und damit der Eintrag nicht wieder zu lang wird):
Das sensationelle an dieser „Erkenntnis-Vernetzung“ ist für mich, daß es da draußen also vermutlich durchaus eifersüchtige (besitzanspruchsdenkende) und neidische (mißgönnende) Menschen geben wird. Aber wahrscheinlich in einem extrem geringeren Umfang als bisher angenommen; und wenn, dann vermutlich in Zahlen in etwa so viele wie z.B. auch narzisstische (selbstbezogene [hier nicht pathologisch verwendet!]).
Der wesentlich größere Anteil von „eifersüchtigen“ oder „neidischen“ Ressentiments, insbesondere jener, die in romantischen Liebesbeziehungen erlebt werden, wird jedoch wohl weitaus eher auf das Konto von beschädigtem Bindungsverhalten gehen; den ungünstigen Mechanismen, die wir daraus für weiteren (intimen) Bindungsaufbau in unser Erwachsenenleben mit hinübergenommen haben – sowie den Schwachstellen, die diese ungünstigen – also „nicht sicheren“! – Mechaniken haben (wodurch nämlich schon ein einzelner „Trigger“ sehr schnell zu massiver Seelennot führen kann).

Eieiei, da sitzen wir also mit unserer „neuen Erkenntnis“…
Was aber können wir tun?

Das Wichtigste scheint mir, uns allen aufgrund der Erkenntnis mit noch mehr Verständnis für einander zu begegnen. In polyamoren Kontexten sind Eifersucht und Neid (oft „nicht gönnen können“ genannt) ohnehin schon sehr rote Tücher, es sind on- und offline seitenweise Ratgeber verfaßt worden, in die auch ich mich eingereiht habe.
Die Erkenntnis beweist aber einmal mehr, daß es sich eben nicht um plan-, bzw. absichtsvoll böswillige, destruktiv mastermind-artig ersonnene Verhaltensweisen von uns oder unseren Liebsten handelt.
Vielmehr sind gar nicht mal so wenige von uns liebes- und beziehungstechnisch schlicht ein bißchen arme Schweine – und leider etwas beschädigt. Und dafür können die Betroffenen am allerwenigsten selbst etwas – weswegen mich das in der Polyamorie noch zu häufig geschwungene „Das ist dein Problem – daran must DU arbeiten“-Schwert regelmäßig sehr erschreckt und traurig macht.

Wir können nämlich durchaus zusammen etwas tun. Und das habe ich in Eintrag 112 zu den Bindungstypen schon angedeutet: Wir können defizitäre Bindungsstile stabilisieren, vielleicht sogar ändern, indem wir heute andere Beziehungserfahrungen sammeln, als sie uns in der Vergangenheit zuteil geworden sind.

Jessica Fern benennt als zwei wichtige Merkmale, über die „sichere Bindungen“ verfügen sollten, die Begriffe „sicherer Hafen“ und „sichere Basis“.
Ein „sicherer Hafen“ ist eine Beziehung, wenn sie für uns ein Platz zur Einkehr ist „genau so wie wir sind“. Dort, wo wir geliebt werden, getröstet werden, wo wir uns aussprechen können und Zuspruch erfahren, wo wir uns fallen lassen können (und gehalten werden), wo unsere Nerven zur Ruhe kommen können, wir nicht beurteilt werden und zurückgespiegelt bekommen: Es schön und wichtig, daß es Dich gibt!
Eine „sichere Basis“ ist der Ort, wo wir ermutigt werden, z.B. indem unseren Visionen und Projekte unterstützt werden, wo wir unsere Pläne ausprechen dürfen und positiven Input bekommen, wo Menschen uns sagen, was für Fähigkeiten und Optionen wir haben – vielleicht auch, wo sie uns nach unseren Fähigkeiten anspornen oder bremsen, ohne es an die große Glocke zu hängen…

Mit „sicherem Hafen“ und „sicherer Basis“ möchte Frau Fern auf das hinaus, was ich in der Oligoamory seit Beginn dieses bLogs als „Verläßlichkeit“ und „Berechenbarkeit“ bezeichne.
Denn noch einmal: Ziel sollen ja die Merkmale sicherer (Ver)Bindung sein, in der ein Mensch (siehe Eintrag 112) über sich sagen kann:
„Es fällt mir relativ leicht, anderen emotional nahe zu kommen.“
„Ich fühle mich wohl dabei, mich auf andere zu verlassen und dass andere sich auf mich verlassen.“
„Ich mache mir keine Sorgen darüber, allein zu sein oder dass andere mich nicht akzeptieren.“

Einen verläßlichen „sicheren Hafen“ und eine berechenbare „sichere Basis“ vorausgesetzt, wird eine solche Person nicht an ihrem Selbstwert (oder gar an ihrer Überlebensfähigkeit) zweifeln, auch wenn eine Bezugsperson sich für einen gewissen Zeitraum abwendet. Sie wird an den ihr gegenüber aufrichtig gemachten Informationen nicht zweifeln, diese nicht permanent überdenken und nicht in Micromanagement verfallen. Und falls ihr tatsächlich so etwas wie Leid widerfährt, kann sie es direkt ansprechen, die Quelle identifizieren und für sich eintreten.

Das klingt jetzt an dieser Stelle für einige von uns sicher sehr ideal. Und glaubt mir, ich weiß selbst als unsicher-ambivalente Person, daß es das wahrhaftig ist.
Unser Gehirn ist allerdings wirklich etwas Bemerkenswertes: Die Forschung ist sich mittlerweile sehr sicher, daß manche dort eingefahrene „Dellen“ leider in der Tat nie wieder weg gehen; sie können auch nicht wirklich „überschrieben“ werden, wie manche Lehren versprechen. Aber alternative Erfahrungen können dank der neuronalen Plastizität und unserer lebenslangen Lernfähigkeit bis zu unserem letzten Atemzug gestärkt werden, bis diese an Unfang mögliche alte Narben in ihrer Intensität locker übertreffen (in Eintrag 36 benutze ich dazu das Bild unterschiedlicher „Pfade“, denen entweder die Nutzung entzogen wird – oder die neu beschritten werden).

Wenn bis hierher noch jemand genau aufgepaßt hat, dann könnte man mir nun die Frage stellen: „Wie war das mit den anderen Menschen und der Bedürfniserfüllung in Eintrag 118? Wirklich glaubhaft für unser System kann es doch niemals sein, wenn die anderen Beziehungspersonen für uns ’sicherer Hafen‘ uns ’sichere Basis‘ sein sollen – müssen wir diese Kraft nicht in uns selbst finden?“

Dann sage ich: „Na klar!“ Deshalb spricht ja auch Jessica Fern bereits davon, daß die Beziehungen – an denen wir ja Anteil haben! – diese Merkmal aufweisen sollten, wodurch wir aktive und verantwortliche Mitgestalter*innen der Häfen und Basen wären, die es da zu errichten gilt (die anderen Beteiligten wollen ja auch bei uns „einlaufen“ oder „starten“…!). [Im 3. Teil ihres Buches setzt sie dazu dann auch eine Reihe hilfreicher Impulse , denen ich hier auf dem bLog nicht vorgreifen möchte.]

Ja, und letztlich… …gibt es da natürlich durchaus einen etwas wehmütigen Teil der Aufgabe, den tatsächlich nur jede*r an und mit sich selbst verrichten kann. Damit ist das gemeint, was ich mit den Worten der Traumatherapeutin Maria Sanchez in Eintrag 98 die „innere Selbstbegleitung“ nenne³. Es ist der Weg, trotz der erlittenen Beschädigungen in der Kindheit durch unaufmerksame oder selbstbezogene Bezugspersonen nach und nach in Frieden mit dem eigenen kleinen Orchester an inneren Kritiker*innen, Diktator*innen und Verführer*innen zu leben. So wie mit alten Bekannten, die immer noch in der selben Straße mit einem hausen – aber heute stellen wir das Fahrrad trotzdem da ab, wo wir es wollen. Und da wir ja schon damals nicht verkehrt waren, steht es heute garantiert goldrichtig… Genau diesen Frieden in uns gilt es ebenfalls zu stärken, insbesondere da wir nun noch besser wissen, wie sehr unsere Bindungsfähigkeit „nach innen“mit unserer Bindungsfähigkeit „nach außen“– also vor allem zu unseren Lieblingsmenschen – zu tun hat.

Einen ruhigen Jahresausklang 2025 – hoffentlich im Kreis Eurer Liebsten (wie groß oder klein der auch immer sein mag) – wünscht Euch dafür Euer

Oligotropos




¹ Jessica Fern:„Polysecure: Attachment, Trauma and Consensual Non-monogamy“, Scribe UK, 2022;
Deutsch: „Polysecure: Bindung, Trauma und konsensuelle Nicht-Monogamie“, divana-Verlag, 2023

² Beobachtungen von Ainsworth und Bowlby belegten, daß eben z.B. ein Baby oder Kleinkind mehr oder weniger nur zwei Reaktionsmöglichkeiten hat: freeze/flight – also seine Bemühungen einstellen und „einfrieren“, bzw. katatonisch werden (da eine „Flucht“ aus der Situation ja meist physisch unmöglich ist), um (Über)Lebensenergie zu sparen oder fight/intensify – also „kämpfen/intensivieren“ („kämpfen“ scheidet physisch wieder aus), um die Chance auf wahrgenommen-Werden doch noch zu erhöhen.

³ aus: YouTube: Transgenerationstrauma, Maria Sanchez im Interview mit Simon Rilling (25.10.2022)
Zusätzlich Dank an Frau Sanchez für ihr therapeutisches Onlineangebot, aus dem ich in meinem Eintrag auszugsweise zitiere (für den Zugang zu den betreffenden Inhalten hat mein Haushalt ordnungsgemäß bezahlt).

Auch andere Autor*innen betonen die Ermächtigung durch „innere-Kind-Arbeit“, sehr bekannt derzeit im deutschsprachigen Raum u.a. Stefanie Stahl „Das Kind in dir muss Heimat finden“, Kailash 2015

Danke an Jason Hudson auf Unsplash für das Foto!

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